Sea World – ein gefährliches Geschäft auf Kosten der Tiere

Sea World – ein gefährliches Geschäft auf Kosten der Tiere

SeaWorld ist eine US-amerikanische Kette von Meeressäugetierparks, Ozeanarien, Tierparks und Rehabilitationszentren im Besitz von SeaWorld Entertainment. Die Parks präsentieren Killerwale, Seelöwen und Delphine und zoologische Displays mit verschiedenen anderen Meerestieren.

Den Besuchern wird mit einstudierten Shows eine heile Welt vorgespielt, eine Welt, in der die Meerestiere ein enges Verhältnis zu ihren Trainern und bei den Shows Spaß haben. Dass dies nicht der Wahrheit entspricht, war schon längst kein Geheimnis mehr, doch erst seit dem Tod von Dawn Brancheau 2010 im Freizeitpark Sea World in Orlando wurde die ganze Welt auf das Problem aufmerksam.

Der knapp sechs Tonnen schwere Orca names Tilikum tötete seine langjährige Trainerin Brancheau scheinbar völlig unerwartet. Wie sich schnell herausstellte, geschah das Unglück keineswegs unerwartet. Es war nicht das erste Mal, dass Tilikum tötete. In seiner 30-jährigen Gefangenschaft war er drei Mal in Todesfälle von Menschen verwickelt.

Der Dokumentarfilm „Blackfish“ blickte 2013 hinter die Kulissen vom Unternehmen Sea Word und kritisierte durch die Leidensgeschichte Tilikums die Lebensbedingungen für Schwertwale in Gefangenschaft. Der 2-jährige Orca wurde gefangen genommen und von seiner Mutter getrennt, was allein schon zu psychischen Problemen hätte führen können, denn die Orcas bleiben ihr Leben lang mit der Familie. Danach begann sein Leidensweg vom engen Metallbecken bis hin zu den ebenfalls nicht artgerechten Becken in Sea World. Die Einsamkeit und die eingeschränkte Bewegungsfreiheit führten vermutlich zu einer Psychose, denn in der Natur ist es bekanntermaßen noch nie zum Angriff auf Menschen gekommen.

Allerdings litt nicht nur Tilikum unter den schlechten Bedingungen. In 22 Jahren sind sogar 22 Orcas und viele andere Tierarten aus unterschiedlichen Gründen verstorben. Außerdem kam es zu vielen Vorfällen zwischen Tier und Mensch. Damit hat Sea Word eines der schlimmsten Tierhaltungszeugnisse in den USA.

Nach „Blackfish“ wurde die Kritik immer lauter und Sea Word beendete sein unstrittenes Orca-Zuchtprogramm. Tilikum verstarb 2017.

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